Adieu Kambodscha

Kambodscha..
wir hatten keine Erwartungen, wir wussten das in diesem Land die grĂ¶ĂŸte Tempelanlage der Welt sein soll und sonst eigentlich nichts.
Die Einreise am 2. Dezember war spannend, wir reisten ohne Geld ein und trafen Menschen, die uns Geld liehen.
Die ersten Tage waren wir in Kratie, wo wir dann auch die Delfine im mekong besucht haben.
Kampong Cham war dann die nÀchste Station, eine Stadt in der wir einen Ausflug mit dem Roller gemacht haben und in der wir das meditationsretreat gebucht hatten.
Von da aus sind wir dann nach Siem Reap gefahren, wo wir einen Tag lang die Tempel von Angkor angeschaut haben, ich die Kambodschanerinnen kennengelernt habe und Gin und dakota sich kennengelernt haben.
Ich war begeistert von der Stadt, obwohl sie so touristisch ist, aber gibt viele ökoprojekte dort und ich war in einem tollen veganen Restaurant, wo ich mir einen Bambus Strohhalm und ein neues Tagebuch gekauft habe.
Wir machten uns dann zu viert, mit Dakotas Freund Alex auf den Weg nach Battambang, wo wir ziemlich verhockt sind. Ich ging spazieren, erkundete den alten Flughafen und den Bahnhof und wir machten einen Ausflug zu einem Berg, mit Tempeln und den ausfliegenden FledermÀusen bei Sonnenuntergang.
Alex flog dann zurĂŒck nach Canada und Dakota entschied sich mit uns weiterzureisen.
Wir fuhren relativ spontan nach Phnom Penh, die Hauptstadt die ziemlich laut und ĂŒberfordernd war. Ich zog nachts um, wegen Bettwanzen und am nĂ€chsten morgen dann nochmal in ein billigeres Hostel. 3 Hostels in 2 Tagen.
In der Stadt war auch unsere Suche nach KrankenhÀusern, die STD-Tests machen, der bluttest hat erheben, dass wir weder HIV noch Syphilis haben, hÀtte ich auch nicht gedacht.
Aus der Stadt sind wir dann nach kampot geflohen, eine coole Stadt in meinen Augen. Ich hab einen geocache gemacht, war in einer Kunstgalerie und wir waren auf dem meditationsretreat.
Im retreat hab ich handygefastet, nach fast 4 Monaten jeden Tag am Handy, hatte ich 3 Tage keins. Das tat gut und ich hab gemerkt, wie schön es sein kann auch mal nichts zu machen und einfach in der HĂ€ngematte zu liegen und die Gedanken treiben zu lassen. Anstatt die ganze Zeit zu denken, ich mĂŒsste Dokus schauen oder Podcasts hören oder irgendwie “produktiv” sein.
Dann kam Weihnachten immer nÀher und wir sind auf Koh Rong Sanloem gefahren.
Haben die hÀsslichste Stadt in Kambodscha (oder vielleicht der ganzen Welt?) zu Gesicht bekommen: Sihanoukville.
Sie besteht aus lauter angefangenen HochhĂ€usern und unfertigen Straßen und ist eine reine Baustelle mit ganz viel MĂŒll.
Auf Koh Rong Sanloem hatte ich entspannte Tage am Meer, einmal war ich ein bisschen spazieren mit dakota zusammen und sonst ganz viel Baden und mal Kajakfahren und Schnorcheln.
Um dann weiter nach Vietnam gehen zu können, haben wir nochmal in kampot halt gemacht. Nach weiteren 2 NÀchten dort, haben wir dann Kambodscha hinter uns gelassen.
Kambodscha war teurer als die LĂ€nder zuvor, es kam mir anfangs sauberer vor, aber ich bin mir da nicht mehr so ganz sicher. Ich hab mich auch ein bisschen mit der schrecklichen Geschichte auseinander gesetzt, darĂŒber hab ich auch einen Text geschrieben: die Roten Khmer

WĂ€hrend der Zeit in Kambodscha hab ich mehr an zuhause gedacht und gemerkt, dass es mich schon wieder dahin zieht und ich es ziemlich vermisse.