Ein Hin und Her

Der Tag fing an, ich möchte ihn nicht als gut oder schlecht bewerten.
Ich bin aufgestanden und erstmal war das Klo besetzt. Ich in dann einfach direkt zum Frühstück, hab Tee und Toast bekommen, zwar mit Butter, aber ohne Ei, nach nachfragen. Ich hab mein T-shirt weiter benäht, mit solidarity.
Ich hab das Bedürfnis wieder mehr Nachrichten nach außen zu tragen.
Kam dann mit 2 Menschen ins Gespräch, sie waren voll sympathisch und sprachen deutsch. Wir haben über linken Aktivismus und reisen um die Welt geredet und auch über den Rollerunfall, den sie gestern hatten und Mensch es ihnen ansehen konnte.
Gib kam dann mit sehr sehr schlechter Laune nach unten und wollte direkt auschecken. Ich wollte nicht noch mehr schlechter machen und hab auch einfach mein Zeug gepackt und dann sind wir in ein anderes Hostel. Gin dachte eigentlich dort reserviert zu haben, aber da hat wohl irgendwas nicht geklappt. Es war nur noch ein Bett frei, ich schlaf jetzt auf einer Matratze im Abstellraum, aber ich bin mega glücklich darüber. Es reicht mir.
Wir sind dann Mittag essen gegangen, nachdem wir die Situation ein bisschen reflektiert hatten. Auf dem Weg zum Essen kamen wir bei “mad monkey” einem Motorrad Verleih vorbei, ein Brief der an ihn adressiert war, hatte ich einen Tag davor in einem Bücherregal im anderen Hostel gefunden und wir wollten ihm den geben. Ich hatte schon einiges über den Laden gehört, der Typ soll anscheinend deutsch sein, eine laotische Frau haben und die teuersten Motorräder vermieten. Ausserdem hieß es, dass er ein nazi ist.
Wir wollen ihm voreingenommen gegenüber treten und haben ihm dann den Brief gegeben und wir haben ihn um Rat gefragt, was er von dem Loop, der Motorradtour hält und was er uns da empfehlen kann.
Im Prinzip haben wir den ganzen Tag überlegt, ob und wie und wann und wie lang und mit was wir diese Tour machen wollen.
Am Ende, nachdem Gin eine Art motorradfahrstunde bekommen hat, haben wir uns entschieden. Wir machen es. Ich fahr Roller, gin lernt Motorrad fahren und wir werden uns 4-5 Tage Zeit nehmen um durch die wunderschöne Gegend hier zu fahren.

Ich freu mich, nachdem das überlegen echt anstrengend war. Es kostet nämlich auch einiges, Leihgebühren, Polizisten Bestechungsgelder (anscheinend), Unterkunft, essen und ein paar Cent für die Attraktionen: Höhlen und Wasserfälle.

Heute Abend waren wir nochmal essen bei den 6friends, das so billig und gut ist.
Ich will noch eine arte Doku über Kinder, die in nazifamilien aufgewachsen sind Anschauen. Kann ich nur empfehlen!