Auf nach Vientaine

Heute morgen bin ich trotz wenig Schlaf um halb 10 aufgestanden und hab gelesen.
Um halb 12 sind wir ausgecheckt und haben dann noch einen fruitshake geholt. Mittag gegessen haben wir im Hostel, war auch ganz gut.
Um kurz nach halb 2 wurden wir dann von einem tuktuk abgeholt, der uns zu einer Bushaltestelle gefahren hat. Da sind wir dann mit dem Bus nach Vientaine gefahren. Die Busfahrt war kurvig, ich hab aber trotzdem schlafen können, Hörbuch und Musik gehört.
In Vientaine sind wir gegen halb 7 angekommen, haben uns erst mal auf den Weg zu einem Hostel gemacht, das uns dann aber nicht getaugt hat, deswegen sind wir dann doch noch zu einem anderen gelaufen, bei dem wir jetzt 2 Nächte sein werden. Haben dort gleich unsere Wäsche zum waschen abgegeben und dann haben wir jetzt was leckeres zu essen gefunden.
Gerade standen wir vor einem Restaurant und dann kamen Kinder vorbei, die gebettelt haben. Ich wusste gar nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Die Augen. Es tut weh. Ich will so gerne was gegen diese Armut machen.

Jungle Party

Gestern abend, nachdem wir essen waren, sind wir dann zurück ins Hostel. Ich war so vollgegessen, dass ich mich erst noch ein bisschen ausruhen musste. Und bin eingeschlafen. Gin hat mich um 11 wieder geweckt und ich hab mich angezogen und fertig gemacht und dann sind wir zu den partyhostels gelaufen, wo uns ein tuktuk zur richtigen Party gefahren hat.
Der Ort war bisschen abseits, gut so, wenn Musik bis 4 gespielt wird.
Wir hatten unsere Eintrittskarten bereits, mussten sie abgeben und bekamen stattdessen einen Stempel.
Der Ort war nicht für sehr viele Menschen angelegt, aber gemütlich, mit genügend Sitzplätzen und Lagerfeuer und es gab Toiletten und eine Bar, an der unteranderem mushroomshakes verkauft wurden.
Sehr viele hatten so einen in der Hand.
Ich hab fast die ganze Zeit durchgetanzt, von 11.30 – 03.30.
Erst viel vor der Stage, ich hab mir immer Ort gesucht, an denen ich nicht so eingeengt war. Ich hatte tatsächlich Angst, von Menschen angegrabscht oder angemacht zu werden. Das hatte ich noch nie in so einem Ausmaß, aber vielleicht war die letzte Begegnung mit dem betrunkenen aggressiven Typ nicht förderlich.
Das Tanzen hat Spaß gemacht, irgendwann haben wir mal ne Pause gemacht und sind ein bisschen rumgelaufen und kamen zu einem feuerring.
Alle möglichen Menschen sprangen durch und es kam mir vor, als wär es eine Mutprobe, wer schafft mehr?
Eigentlich wollte ich nicht mitmachen, aber irgendwie wollte ich eine flugrolle durch machen, das tat ich, 2 mal. Der Boden war steinig und staubig, aber tat nicht weh, es hat nicht weh getan und ging auch nicht um die anerkennenden Blicke.
Danach versuchten natürlich einige das nachzumachen und es ging ein bisschen nach hinten los. Betrunken, Bewegung und Feuer; nicht so gute Kombination.
Nach der Sache, kam ein Typ zu mir, der Umarmungen wollte, die gab und nahm ich gerne, nur mehr nicht und so musste ich ihn dann den ganzen Abend ignorieren und aus dem Weg gehen, weil er das nicht so verstand.

Irgendwann fing ich an, mehr Platz für mein tanzen zu beanspruchen, und ich fand einen Menschen, der mit mir tanzte. Es war so wunderschön. Michell aus Israel, wie ich am Ende erfuhr und ich bewegten uns wie Elfen aneinander vorbei und umeinander rum und durch die ganze freie fläche. Ich hab keine ahnung wie das aussah, aber den Blicken der anderen nach zu urteilen sehr gut. Ich musste die ganze Zeit so grinsen, weil es Spaß machte, konzentration brauchte, wir sind immer nur aneinander vorbei getanzt und haben uns nie berührt.
Und es war anstrengend, ich hab ganz schön gewitzt. Von einem Menschen, der uns die Party empfohlen hatte, hab ich ein Wasser ausgegeben bekommen, das haben michell und ich uns dann während dem Tanzen geteilt.
Es hat sich so gut angefühlt.
Ich wollte auch gar nicht aufhören, ich hab mir ne Blase getanzt und immer wieder weiter gemacht.
Gin wollte dann irgendwann gehen und dann konnte ich mich auch irgendwie lösen.
Meine Sachen, waren komplett durchgeschwitzt. Hab mein top versucht über dem Feuer zu trocknen, war nicht so erfolgreich.
Dann sind wir zusammen mit einigen anderen zurück in die Stadt gefahren.
Dort hatten immer noch die kleinen strassenstände auf, an denen pancakes, sandwiches und fruit shakes verkauft werden. Gin hat sich noch ein Sandwich gekauft und wir haben dort einen kleinen Welpen gesehen, er war soo flauschig und weich.
Auf dem Rückweg zum Hostel hatten wir Begleitung von 2 Menschen die auch in unserem Hostel sind.
Nach ner Dusche bin ich ins bett, das war so gegen halb 5.